THERAPIE

Multiple Sklerose ist kausal nicht behandelbar, heute stehen aber verschiedene Medikamente zur Verfügung, die den Verlauf beeinflussen und/oder Symptome mildern können. Das pharmakologische Spektrum bietet heute spezifische Wirkstoffe für unterschiedliche Krankheitsphasen und Verlaufsformen.1

AKUTE SCHUBTHERAPIE

Während eines akuten Schubs sollte unabhängig von der Verlaufsform mit Glukokortikosteroiden behandelt werden, um die akute Entzündung zu unterdrücken. Bei Nichtansprechen kann als Eskalationstherapie eine Plasmapherese bzw. Immunadsorption zur Entfernung von Antikörpern durchgeführt werden.1

VERLAUFSMODIFIZIERENDE THERAPIE

Je nach Verlaufsform können verschiedene Wirkstoffe eingesetzt werden. Unterschieden wird anhand eines Stufenschemas zwischen Wirkstoffen die bei milden/moderaten Verlaufsformen eingesetzt werden und Wirkstoffen bei (hoch)aktiven Verlaufsformen der MS.1

Bei der Wahl des Medikaments sollten immer auch die Bedürfnisse des Patienten und die individuellen Lebensumstände mit einbezogen werden.

SYMPTOMATISCHE THERAPIE

Die symptomatische Therapie schließt sowohl medikamentöse als auch nichtmedikamentöse Maßnahmen mit ein. Übergeordnetes Ziel ist dabei, Symptome zu mildern, Beeinträchtigungen der Patienten zu reduzieren bzw. zu verhindern und die Lebensqualität zu erhöhen. Häufige Symptome, die MS-Patienten als besonders störend empfinden, sind z. B. Spastiken, Schmerzen oder Störung der Darm- und Blasenfunktion, Fatigue und Depression. Neben spezifischen Medikamenten können und sollten Maßnahmen wie Ergo-, Physio- oder Psychotherapie angewendet werden. Der multimodale Therapieansatz spielt bei MS also eine große Rolle.1

Mehr zur Therapie von MS: fokus-ms.de/ms-wissen/ms-therapie

Letzte Aktualisierung: 15.01.2020

REFERENZEN

1 KKNMS-Leitlinien, Stand 13.08.2014: http://www.kompetenznetz-multiplesklerose.de/wp-content/uploads/2016/02/dgn-kknms_ms-ll_20140813.pdf (Letzter Zugriff: 02.01.2020).